Der Dr.Risse Opel Ascona C

Dieser Opel hat ebenfalls einen Platz in der Hall of Fame verdient. Redet man von einem seltenen Opel, dann fällt schnell mal der Name Ascona C. Dieses sah Michael damals als Ansporn, um sich 1997 wieder einen Opel Ascona C zuzulegen. Damals kaufte er den jetzigen Ascona von einem Bekannten ab, da war er noch weiß, hatte eine 1.8 Liter Maschine und 115PS, original Alufelgen und 60mm Fahrwerk waren damals schon verbaut gewesen, was aber nach dem Kauf sofort recycelt wurde.

 

„Ein Auto, das nicht jeder fährt und ein Auto, das man gut herrichten kann“, dies war damals Michaels Motto, welches auch so im Bericht in der Opel Tuningzeitschrift Flash abgedruckt wurde. Man merkte es, Michael nahm diesen Satz sehr sehr wörtlich, denn Jahr für Jahr passierte mehr an seinem Ascona C. Beim Opeltreffen Oschersleben zeigte Michael im Jahr 2000 seinen Ascona C noch in „Chianti Rot Metallic“ von Ford, welche aber bald durch die Farbe Monte Carlo Magic von Standox abgelöst wurde. Danach ging es Schlag auf Schlag weiter, wobei sich Michael stets immer nur auf einen Bereich konzentrierte, halt mal die Karosserie, mal die Leistung, dann mal der Innenraum! „Die Verwirklichung neuer Ideen“, führt Michael damals in der Flash als Argument seiner fortlaufenden Erweiterung an seinem Opel Ascona C an.

2003 - 2005

Im November 2003 bis Juni 2005 ging Michael mit seinem Ascona C in eine größere Umbauphase. Danach präsentierte Michael seinen Ascona in einem Top-Zustand und neuem Lack! Damals wurde der Ascona von Michael mit den Schürzen vom Ascona C Sprint ausgestattet und der Ascona bekam ein neues Herz, einen 2.0 16V (C20XE) aus einem Kadett E GSI 16V mit Frontschaden, den er mit Weber-Doppelvergasern bestückte. Hierbei erfuhren alle wichtigen Anbauteile intensive Überarbeitungen, vom Zylinderkopf inklusive der Optimierung des Ventiltriebs bis hin zum Risse Ansaugtrakt und der Gruppe A Abgasanlage. Die komplette Einspritzung flog dank der Weber-Vergaser raus.

 

„Ich wollte einen 16V mit Weber-Doppelvergasern, weil die Maschine vor allem mehr Pepp haben sollte“, so Michael, der seinen Spitznamen „Dr. Risse“ längst vor diesem Ascona verliehen bekam in der Flash.
Hierbei sieht man ganz genau, das Michael auf klassisches Tuning sehr viel Wert legte, als auf das damals schon immer populär werdende Tuning mit Laptop, Software und Chip.
Die damalig ermittelte Leistungsmessung des Ascona betrug 210PS. Dabei wurde der Ascona nicht nur auf Leistung ausgelegt, denn schnell kann ja fast jeder, es sollte auch was für das Auge sein, was man später Beeindruckend betrachten durfte.

 

Mit den ganzen „Cleaning“ Maßnahmen musste vieles weichen oder versetzt werden. Weil der Ölkühler aufgrund der Maßnahmen weiter nach vorne versetzt werden musste, hielten ein Senator Lüfter und ein Honda Civic Kühler der späten 80er Jahre, welcher passenderweise für das „Cleaning“ des Motorraumes ohne einen sichtbaren Ausgleichsbehälter funktionierte, Einzug unter die Haube des Asconas der dritten Generation. Veredeln was geht, so sieht das Werk von Michael aus, denn die Batterie, die Zündspule und weitere Kleinigkeiten wurden in einem Zug aus dem Motorraum verbannt und an nicht einzusehender Stelle neu verbaut.

Edel, Tief, Breit & Böse, ein Spagat den Michael auch sehr gut hinbekommen hat. Der Ascona scheint optisch dank seines komplett gekürzten Fahrwerks (Einzelanfertigung Federn), welches vorne mit Spax Dämpfern (14fach verstellbar) und hinten mit AVO-Shock-Dämpfern (24fach verstellbar) auf dem Boden zu kleben scheint, kein Wunder bei einer fetten Tieferlegung von knapp 130mm auf der Vorderachse und 110mm auf der Hinterachse!

 

Die extreme Breite die der Wagen optisch erhält, ist dank seiner verschweißten Golf-1 Radläufe in den vorderen Kotflügeln um insgesamt 50mm (25mm je Rad) verbreitert worden. Das hintere Teil wurde mit Schweißarbeiten und normalen Blechen um sagenhafte 100mm (!) (50mm je Rad) verbreitert. Für das Böse ist der verschweißte böse Blick an der Motorhaube zuständig und für das Edle die hochglanzverdichteten Steffan BCW Felgen und der Innenraum, der mit Kunstleder in Champagner-Farbe und Schwarz, Wärme und Gemütlichkeit ausstrahlen lässt.

 

Des weiteren wurde ein Sonnendach in den Ascona eingebaut. Ein Sonnendach von Ford wurde ausgewählt, weil gerade diese Sonnendächer damals als ganz besonders Wasserdicht galten. In dem Fall der Ascona würde mal Regen sehen, baute Michael ein eigen erstellten Einarmwischer, wo der Wischarm von Citroen und der Wischermotor aus einem Fiat ist, in den Ascona C ein.

Auch für Musik hat Michael gesorgt, denn so fand auch diese den Einbau, natürlich auch gecleant, in den Ascona. Einzig allein die Endstufen sieht man auf der Trennwand im Kofferraum eingelassen und passig verbaut, der Kondensator findet sich auch stimmig verbaut im Seitenteil des Kofferraumes wieder. Die Endstufen werden von einem Alpine Autoradio im Fond angefeuert. Auch hier, wie eigentlich bei dem ganzen Auto, wurden alle Details sauber ausgearbeitet. Der Flair der 80er & 90er Jahre, findet sich in diesem Fahrzeug wieder.

Nachwort

Nachwort: Man mag den Ascona oder mag Ihn nicht. Ich kenne kein Fahrzeug wo sich so viele Meinungen scheiden. Fakt ist: Der Ascona ist ein klassisch getuntes Fahrzeug der alten Zeit, ohne Chiptuning, ohne ein Airride Fahrwerk und ohne Folie. Ein Tuningfahrzeug wo noch viele Karosseriearbeiten gemacht wurden um einen Stil zu erstellen. Vor allem der mühselig weg rationierte Tankdeckel, zeigt wie viel Wert Michael auf Kleinigkeiten, in den Ascona C gesteckt hat. Eines hat Michael sicherlich noch immer, er hat ein rundum gelungenes klassisches Fahrzeug in der Garage stehen.


TUNINGFACTS

Typ:

Opel Ascona C Limo 1.8 SR/E, Baujahr: 1984 Leistung:(MAX.) 210PS

Motor:

Serie: 2.0 Liter 8V (c20NE) 115 PS. Umgebaut auf einen 2.0 Liter 16V (C20XE), Ansaugbrücke von Risse Motorsport, 45er Weber Doppelvergaser, Bosch Zündung, Zylinderkopf geplant, verstärkte Zylinderkopfdichtung von Risse Motorsport, Verdichtung erhöht, verstärkte Ventilfedern, verstärkte Hydrostössel, Ventile strömungsgünstig bearbeitet, Ausgefräste Ein- & Auslasskanäle, 292 Grad Nockenwelle, Honda Civic Kühler, kein Ausgleichsbehälter, Motorlüfter vom Opel Senator, erleichterte Schwungscheibe, Mitsubishi Benzinpumpe

Karosserie:

Frontschürze vom Ascona C Sprint, Motorhaube mit Lüftungsschlitzen und „Bösem Blick“, Heckschürze vom Ascona C Sprint, BMW E36 Seitenschweller, Kotflügel vorne beidseitig mit Lüftungsschlitzen, BMW E30 M3 EVO/Sport Heckspoiler, Golf 1 Radläufe vorne pro Seite 25mm breiter, hintere Seitenteile jeweils 25mm verbreitert, Tür- & Kofferraumschlösser gecleant, Antennen-, Scheibenwischer & Spritzdüsen verschweißt und gecleant, Nebelscheinwerfer gecleant, Glassonnendach von Ford, Scheinwerfer und Rückleuchten vom 1988er Modell, Heckleuchten schwarz lasiert, Sicken gecleant, Tankdeckel zugeschweißt und Tankstutzen in den Kofferraum verlegt, Frontscheibe vom 1988er Modell mit Blaukeil, Seitenleisten an den Türen entfernt, Haubenlifte von Jamex, Einarmwischer (Fiat& Citroen Eigenbau), Color Verglasung, Lackierung in Monte Carlo Magic.

Abgasanlage:

Jetex/Fortex Gruppe A 63.5mm mit geändertem Endrohr

Innenraum:

33er Raid Sportlenkrad, Sparco Sitze, Hosenträgergurte in Schwarz, Wiechers Sitzkonsole, div. Sachen mit Kunstleder in Schwarz und Champagner bezogen, Cockpit in Schwarz und Champagner lackiert, Wiechers Käfig, modifizierte D&W Mittelkonsole, um 50mm gekürzter Schalthebel, Zusatzarmaturen, div. Airbrushes im Innenraum, Alu-Pedalen; Kofferraum, Himmel, Einstiegsleisten, Mittelkonsole, Lenkrad, Ablage, Schaltsack, Sitze, Seitenverkleidungen sind in Schwarz und Champagner beledert.

Hifi:

Alpine Radio mit 6fach Wechsler, zwei Rockford Endstufen “102“ je 1200 Watt, Alpine Endstufe “V12“ 300 Watt, Basskiste, 2x 38er Boxen je 1200 Watt, 2 JBL Boxen je 250Watt, 4 JBL Boxen je 60Watt, HF-Kondensator

Fahrwerk:

Gekürzte H&R Federn, Spax Dämpfer(VA) 12fach verstellbar, Hinten AVO-Shock-Dämpfer24fach verstellbar, Tieferlegung 130/110mm, Wiechers Domstrebe

Felgen:

Hochglanzverdichtete Steffan BCW Felgen in (VA) 9×14 ET15 mit 15mm Spurverbreiterung und Dunlop „Toyo Proxes“ 205/45 14, (HA) 10×14 ET8 20mm Spurverbreiterung und Dunlop „Toyo Proxes“ 225/40 14

Verchromt:

Radmuttern, Kotflügelschrauben

Vergoldet:

Öffner für die Serviceklappen (Links, Rechts & Boden) im Kofferraum

Sonstiges:

F16-Fünfgang-Getriebe, Zentralverriegelung über Funk, Bremskraftverstärker Kadett E 16V, alle Anbauteile im Motorraum inklusive Achse und Federbeine sind in Silber Metallic lackiert, Innenbelüftete Scheibenbremsen vorne & hinten vom Kadett E 16V

 

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